Begriff und Erklärung von Devisen: Im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) handelt es sich bei Devisen um Bankguthaben in der Währung eines fremden Landes, aber auch um Schecks, Wechsel und andere Zahlungsanweisungen, die nicht auf die Heimatwährung lauten. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf der Seite Finanzinstrumente erklärt, definiert das KWG den Begriff Devisen nicht selbst, besagt aber, dass es sich nach Paragraf 1 Absatz 11 Satz 1 Nr. 7 um Finanzinstrumente handelt. Die Bankguthaben beinhalten sowohl die Sichteinlagen von inländischen Anlegern, die auf einem Fremdwährungskonto gehalten werden, als auch die Guthaben, die Inländer und inländische Banken bei ausländischen Kreditinstituten unterhalten. Obwohl umgangssprachlich oft gleichgesetzt, gehört Bargeld in einer Fremdwährung nicht zu den Devisen, sondern wird als Sorten bezeichnet.

Der internationale Devisenhandel

Die englische Bezeichnung für den Handel mit Fremdwährungen lautet Foreign Exchange Trading. Daran angelehnt wird der internationale Devisenhandel auch als Forex Trading oder Forex bezeichnet. Die Devisenbörsen in aller Welt haben ihre Bedeutung verloren oder wurden geschlossen, da der internationale Devisenhandel zum größten Teil online oder telefonisch abgewickelt wird. Große Unternehmen, Staaten und Banken führen den Devisenhandel im Interbankenhandel selbst aus. Privatpersonen können über einen Forex Broker mit den Währungen fremder Länder handeln, alternativ auch mit einem Fremdwährungskonto:

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Die Ermittlung der Devisenkurse & Devisenmittelkurs

Seit der Einführung des Euro am 1. Januar 1999 gibt es keine amtlichen Devisenkurse mehr. Bis dahin ermittelte die Deutsche Börse AG in Frankfurt/Main einen Mittelkurs für 17 Devisen, der als arithmetisches Mittel aus den Ankaufskursen und den Verkaufskursen der betreffenden Währungen gebildet wurde. Seit der einheitlichen Euro-Währung veröffentlicht die Europäische Zentralbank (EZB) in Übereinkunft mit den nationalen Zentralbanken einen täglich festgesetzten Devisenmittelkurs für 17 internationale Währungen als Mengennotierung. Dabei wird angegeben, wie viele Einheiten der jeweiligen Fremdwährung die Beteiligten für einen Euro erhalten. Zu den Fremdwährungen gehören:

  • US-Dollar
  • Schweizer Franken
  • Britisches Pfund
  • Japanischer Yen
  • Währungen der EU-Staaten, die nicht an der Währungsunion beteiligt sind
  • Währungen der Länder, die sich in Beitrittsverhandlungen mit der EU befinden

 

Untereinander rechnen Kreditinstitute Fremdwährungen zum Devisenmittelkurs ab. Wenn ein Bankkunde Devisen kaufen möchte, muss er den Briefkurs zahlen, der über dem Mittelkurs liegt. Devisenverkäufe werden zum Geldkurs abgerechnet, der mit einem Abschlag zum Devisenmittelkurs berechnet wird.

 

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